November 2020

Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.

[Jer 31,9]

Es gibt Wege, die möchte man, die kann man kaum allein gehen. Da wünscht man sich jemanden an der Seite, der zuhört, tröstet, den Arm um einen legt oder stützt. Nicht immer haben wir solche Begleitung. Es kommt vor, dass wir weinend um uns sehen und niemand ist da, der sich neben mich setzte, ausharrte und einfach da wäre. Und wenn alle, ausnahmslos alle betroffen sind, wer soll dann noch trösten?

In solcher Situation sehen sich die Israeliten, deren Städte und deren Land die Assyrer erobert haben. Als Kriegsbeute werden alle, die für die Zukunft stehen, in die Fremde geführt. Dort wartet das Schicksal von Sklaven auf sie. Man sieht, man hört ihre Verzweiflung und niemand ist da, der das Blatt wenden könnte.

Da ist die Stimme des Propheten zu hören, dem es selbst nicht besser geht als all den anderen: „Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.“ [Jer 31,9]

Sie hören es, wir hören es. Gut, dass wir Gott an unserer Seite wissen.

Ab jetzt werden die Gottesdienste gestreamt und sind zeitgleich unter BrEmmaus bei youtube zu finden. Mehr dazu unter den „Aktuellen Informationen“.

Willkommen bei der Evangelischen Emmausgemeinde Eppstein

Schön, dass Sie bei uns reinschauen! Bilder und Texte möchten Ihnen einen kleinen und vorläufigen Eindruck von einer Gemeinde vermitteln, die in den letzten Jahren entstanden ist.

Die meisten von uns sind hier zugezogen. Etliche müssen nach ein paar Jahren wieder davon. Es ist ein Kommen und Gehen. Wir sind, das ist hier deutlich zu spüren, unterwegs. Das spiegelt auch der Name unserer Gemeinde wider.

Nach Emmaus, dem kleinen Dorf bei Jerusalem, haben wir unser Gemeindezentrum und die Gemeinde benannt. Der Evangelist Lukas erzählt von zwei Jüngern, die nach dem Tod Jesu sich dorthin zurückziehen (Lukasevangelium, Kapitel 24). Auf dem Weg begegnet ihnen einer, den sie später beim Abendbrot als den Auferstandenen erkennen. Von Emmaus aus, einem Ort der Vergewisserung, wenden sie sich wieder ihrem Leben und ihrem Auftrag zu. Sie folgen den Spuren Jesu und werden seine Zeugen.