Besser ein Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.
Prediger 4,6

Satt und zufrieden – Ach, wäre das schön!
Der Monatsspruch aus dem Prediger Salomo im Alten Testament gibt uns in nur einem Satz eine komplette Lebensweisheit.
Er sagt genau, was wir tun sollen, was sinnvoll ist und auch erfolgversprechend. Und er sagt auch, was völlig unsinnig ist und so als wollte man mit den Händen den Wind „erhaschen“. 
Am Ende des Tages geht es um das rechte Maß. Nicht Klammern und Verbeißen in die Arbeit, aber auch nicht einfach nur untätig sein.
Der Rat ist: „eine Hand voll mit Ruhe“. Nur eine Hand, keine Tasche, auch keine Faust, diese Hand aber voll und außerdem mit Ruhe. Das ist die große Lebenskunst. 
Für diese Lebenskunst ist es nötig, immer mal wieder innezuhalten, seinen Alltag zu betrachten und sich seine eine Hand mal in Ruhe anzuschauen. Und dann in den Himmel zu schauen. Denn ohne Gott ist diese Genügsamkeit nur schwer zu erreichen. 
Ich würde also im Sinne des Predigers Salomo ergänzen: „eine Hand voll mit Ruhe und in Gottes Nähe“.

Ich wünsche uns allen diese ruhige volle Hand mit Gottes Hilfe.

Seien Sie behütet!
Herzliche Herbstgrüße
Pfarrerin Ivonne Heinrich