Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Joh 20,29
„Wieso glaube ich an Gott?“ Auf diese Frage gibt es mindestens drei Antworten.
1. Jemand hat mir von Gott erzählt, als ich ein Kind war.
2. Als ich älter war, habe ich in die Natur geschaut und mich gefragt, wer für dieses Wunder verantwortlich ist.
3. ich entdecke immer wieder so viel Unerklärliches und bringe das unweigerlich in Verbindung mit Gott.
Diese Antworten sind aber doch sehr allgemein und nicht besonders greifbar. Anders ist es, wenn ich auf das Leben Jesu schaue. Dort sehe ich einen Menschen, der mit Gott gelebt hat. Einen Menschen, der göttlich gelebt hat.
Und dann ist die Antwort so: Weil ich in der Bibel von Jesus lesen kann, entdecke ich Leben, Tod und Auferstehung.
Ich bin also nicht wie Thomas, der sieht und glaubt. Ich gehöre auch nicht zu denen, die nicht sehen und doch glauben. Ich gehöre zu denen, die lesen – oder die Worte Gottes hören – und glauben.
In der Osterzeit kann ich in die blühenden Natur schauen und eine Idee bekommen, wie groß die Wunder Gottes sind. Und gleichzeitig kann ich auf diesen Menschen schauen, der mir Leitlinie und Richtschnur sein kann.
In der theologischen Wissenschaft nennen wir die Trinität mit den Worten: Schöpfung – Erlösung – Vollendung.
Gott, der Schöpfer
Jesus Christus, der Erlöser
der Heilige Geist, der Vollender
Ich wünsche uns, dass wir Wege finden, dem Göttlichen näher zu kommen. Sei es durch die Natur oder durch die Worte der Bibel oder durch Begegnungen und Ereignisse, die wir mit dem Heiligen Geist in Verbindung bringen.
Ihnen allen eine gesegnete Osterzeit und mögen Ihnen alle Farben des Regenbogens leuchten.
Herzliche Grüße
Pfarrerin Ivonne Heinrich
