Gottes Geschenk – mitten unter uns
Welches Geschenk ist das allertollste? Hier ein Tipp: Jeder Mensch freut sich darüber. Keiner kann es kaufen. An manchen Tagen ist es größer als an anderen. Mit anderen zusammen macht es besonders Spaß. Es ist jeden Tag da. Und es ist von Gott.
In der Weihnachtszeit ist es naheliegend, an Jesus zu denken. Er ist es nicht, aber er gehört zu den Menschen, die dieses Geschenk bekommen haben. Und in seinem Leben können wir das Geschenk besonders deutlich erkennen.
Antwort: Es ist die Liebe. In der Bibel heißt es: „Lasst uns lieben, denn Gott hat uns zuerst geliebt.“ (1. Joh. 4,19)
Um 100 n. Chr. hatte sich in Ephesus eine christliche Gemeinde gegründet. Und die Mitglieder diskutierten viel darüber, wie denn der richtige Glaube sein sollte. Sie stritten darüber, wer Jesus gewesen ist, und fingen an, sich in verschiedenen Lagern zu bekämpfen. Einem Kirchenältesten wurde das schließlich zu bunt und er schrieb einen offenen Brief an die Gemeinde – den 1. Johannes-Brief. Der Anfang lautet so: „Ihr Lieben, lasst uns einander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott.“ Und später heißt es: „Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.“
Mit diesen Worten ist eigentlich alles gesagt. Die Liebe: – von Gott, – durch Jesus sichtbar, – für den Menschen neben mir, – für mich. Wenn ich also beantworten soll, wie denn Gott an Weihnachten mitten unter uns sein kann, dann ist meine Antwort ganz schlicht: die Liebe.
Das allertollste Geschenk ist gleichzeitig eine riesige Herausforderung. Ist ja schließlich nicht so einfach mit der Liebe. Zuhause, in der Schule, im Beruf, im Sport – überall Machtkämpfe, Frustration und Erfolgsdruck. Ein bisschen weihnachtliche Revolution wäre da schön. Zum Beispiel ein Herz an der Bürotür, auf dem steht „Gott liebt dich und mich!“. Die Reaktionen wären bestimmt interessant.
Die Worte der Bibel wollen uns Mut machen, nicht aufzugeben, das Herz in die Hand zu nehmen und so zu leben, dass alle tatsächlich leben können. Mit dem Herzen gegen den Strom zu schwimmen, das ist Weihnachten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen „Frohe Weihnachten und eine gesegnete liebevolle Zeit im neuen Jahr!“
Ivonne Heinrich
