Wenn im Winter die Pflanzenwelt eine Pause einlegt und alles Bunte aus den Gärten verschwunden ist, gibt es doch einige Blumen und Sträucher, die gerade dann blühen.

Die Zaubernuss ist einer der schönsten Blütensträucher: Sie überrascht im Herbst mit einer prächtigen, gelben bis rötlichen Laubfärbung und entfaltet im Winter ihre leuchtend gelben bis roten Blüten.

Die Zaubernuss kommt ursprünglich aus Nordamerika und Ostasien. Für unsere Gärten sind vor allem die Chinesische und die Japanische Zaubernuss (Hamamelis mollis und Hamamelis japonica) wegen ihrer frühen und langen Blütezeit von Januar/Februar bis zum Frühlingsanfang interessant.

Außerhalb der Blütezeit ähnelt die Zaubernuss in ihrem Wuchs der Haselnuss (Corylus avellana). „Witch Hazel“, also „Hexenhasel“, wird sie daher auch umgangssprachlich von den Engländern genannt. Wenn die Pflanze aber mitten im Winter ihre fadenartigen, leuchtend gelben bis roten Blütenblätter zeigt, erscheint sie wie verzaubert und jede Verwechslung ist ausgeschlossen.

Ihre Blüten duften, je nach Sorte, intensiv, zum Beispiel nach Primeln und sind für Bienen und Hummeln eine wichtige Nahrung, weswegen die Zaubernuss auch gerne als Bienenweide in naturnahen Gärten gepflanzt wird.

ein Beitrag von Dorothea Lindenberg