Nikolaus und Klingel-Streich

Als meine Kinder noch klein waren,  wurden Ende November vier oder fünf Menschen aus unserem Umfeld ausgewählt, die in einer besonderen und nicht beneidenswerten Situation waren. Für  sie haben wir dann gebastelt und eingekauft.
Am 5. Dezember abends wurden die kleinen, liebevoll zusammengestellten Päckchen ins Auto geladen, und jetzt kam das „Beste“ an unserer Nikolausaktion: wir fuhren von Haus zu Haus, ich musste mit laufendem Motor stehen bleiben, die Kinder sprangen aus dem Auto, stellten unseren wertvollen Gruß vor die Türe, klingelten an und rannten los.
Kaum am Auto riefen sie schon: „fahr los, Mama!“ und wir brausten davon zur nächsten Haltestelle.
Auf meine Versuche, sie zu beruhigen, so schnell käme schon keiner an die Türe, meinten sie: „es darf uns keiner sehen, wir sind ja nicht echt“.
Ich denke heute noch, doch, ihr wart so echt, wie man es sich nur wünschen kann.
Irmi Rieker