Pfingstsonntag

Text: Apg 2

Thema: Please, hold the line

Ev. Emmausgemeinde Eppstein

Pfarrer Moritz Mittag

Vorspiel – Konstanze Henrichs, Orgel

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) – Allegro Maestoso  – (aus Sonate c-moll op.65,2)

Begrüßung

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. | Sach 4,6b

Liebe Gemeinde, heute sehen wir uns einmal mehr nur indirekt. Es sieht so aus, als komme diese Zeit an ihr Ende. Wichtige Erfahrungen liegen hinter uns. Einige haben uns zu schaffen gemacht, waren schmerzlich und schwierig.

Unter all dem konnten wir aber auch spüren, dass da etwas ist, was uns zusammenhält. Nicht nur ein inneres Sehnen und Verlangen nach offensichtlicher Gemeinschaft, war zu spüren, sondern auch eine Mauern, verschlossene Türen und Isolation überwindende Verbundenheit.

Und noch etwas: Unsere Hoffnung wurde nicht zuschanden! Wie haben sie nicht aufgegeben und konnten spüren, wie sie uns immer wieder aufrichtet und befreit.

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.

So richtet es uns der Prophet Sacharja aus. Und es geschieht.

126,1-3.7  Komm, Gott, Schöpfer, Heiliger Geist

1. Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist, / besuch das Herz der Menschen dein, / mit Gnaden sie füll, denn du weißt, / dass sie dein Geschöpfe sein.

2.Denn du bist der Tröster genannt, / des Allerhöchsten Gabe teu’r, / ein geistlich Salb an uns gewandt, / ein lebend Brunn, Lieb und Feu’r.

3. Zünd uns ein Licht an im Verstand, / gib uns ins Herz der Lieb Inbrunst, / das schwach Fleisch  in uns, dir bekannt, / erhalt fest dein Kraft und Gunst.

7. Gott Vater sei Lob und dem Sohn, / der von den Toten auferstand, / dem Tröster sei dasselb getan, / in Ewigkeit alle Stund.

Votum

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ps 118 – EG 747

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, / und seine Güte währet ewiglich. // Der Herr ist meine Macht und mein Psalm / und ist mein Heil. // Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: / Die Rechte des Herrn behält den Sieg! // Die Rechte des Herrn ist erhöht; / die Rechte des Herrn behält den Sieg! // Ich werde nicht sterben, sondern leben / und des Herrn Werke verkündigen. // Der Herr züchtigt mich schwer; / aber er gibt mich dem Tode nicht preis. // Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, / dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke. // Das ist das Tor des Herrn; / die Gerechten werden dort einziehen. // Ich danke dir, dass du mich erhört hast / und hast mir geholfen. // Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, / ist zum Eckstein geworden. // Das ist vom Herrn geschehen / und ist ein Wunder vor unsern Augen. // Dies ist der Tag, den der Herr macht; / lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. // O Herr, hilf! O Herr, lass wohlgelingen! / Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! // Wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herrn seid. / Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. // Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars! / Du bist mein Gott, und ich danke dir; / mein Gott, ich will dich preisen. // Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, / und seine Güte währet ewiglich.

Kommt, lasst uns anbeten!

Gloria patri

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Sündenbekenntnis

Oft merken wir gar nicht, dass du zu uns sprichst, Gott. Kopf und Herz sind voll. Manchmal wollen wir gar nicht, dass du zu uns sprichst, Gott. Wir machen unser Ding. Immer wieder lassen wir dich einen guten Mann sein, Gott. Sind wir nicht die Größten? Das tut uns nicht gut. Wir verfehlen das Gute. Herr, erbarme dich!

Kyrie

Herr, erbarme dich; Christe, erbarme dich; Herr, erbarm’ dich über uns!

Gnadenzuspruch

Christus hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet. [Kol 2,14]

Lobsinget dem Herrn, erhebet seinen Namen!

Gloria

Ehre sei Gott in der Höhe, und auf Erden Fried’, den Menschen ein Wohlgefallen.

Zwischenstück: Georg Böhm (1661-1733) – Nun bitten wir den heil’gen Geist

Salutatio

Der Herr sei mit euch! – Und mit deinem Geist

Kollektengebet

Komm, Sturm. Zerreiße die Wolken der Traurigkeit. Lass und die Sonne sehen. Komm, Atem des Lebens. Hauche uns an, damit wir unsere Gräber verlassen und auferstehen aus Trägheit und Angst. Komm, Feuer, Taue das Eis auf in unseren Herzen. Öffne uns für dich und füreinander. Komm, Heiliger Geist, wärme, belebe, bewege uns!

Amen.

Evangelium – Joh 14,15–19.23b–27

15 Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. 16 Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. 18 Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. 19 Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. […] 23b Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. 24 Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat. 25 Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. 26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. – Halleluja

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde; und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn. Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes. Am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

136,1.2.7            O komm, du Geist der Wahrheit

1. O komm, du Geist der Wahrheit, / und kehre bei uns ein, / verbreite Licht und Klarheit, / verbanne Trug und Schein. / Gieß aus dein heilig Feuer, / rühr Herz und Lippen an, / dass jeglicher getreuer / den Herrn bekennen kann.

2. O du, den unser größter / Regent uns zugesagt: / komm zu uns, werter Tröster, / und mach uns unverzagt. / Gib uns in dieser schlaffen / und glaubensarmen Zeit / die scharf geschliffnen Waffen / der ersten Christenheit.

7. Du Heilger Geist, bereite / ein Pfingstfest nah und fern; / mit deiner Kraft begleite / das Zeugnis von dem Herrn. / O öffne du die Herzen / der Welt und uns den Mund, / dass wir in Freud und Schmerzen / das Heil ihr machen kund.

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

„Please, hold the line!“ tönt es aus dem Hörer. Ich verstehe, nicht auflegen! Die Verbindung steht, aber sie ist nicht „at work“. Ja, die Sprachen. „Ciao, Domenico! Come stai“ (danach geht’s glücklicherweise Deutsch weiter). Nachher ruft Aline an: „Tu fais quoi maintenant?“ (Ich sitze an der Predigt) „我坐在布道上 – „Wǒ zuò zài bùdào shàng“ – das kommt Ihnen Chinesisch vor? Das soll es!

Wussten Sie, dass es zurzeit weltweit etwa 6500 Sprachen gibt. „Etwa“, so genau weiß man das gar nicht. Sprachen kommen und gehen. Ja, manche gehen geradezu unter. Andere drängen sich in den Vordergrund. In der Europäischen Union zählt man 24 Amtssprachen. Mehr als 600 ÜbersetzerInnen sorgen dafür, dass die Parlamentarier sich verstehen. Ein immenser Aufwand! Andererseits hängen die Sprache, die wir sprechen, unser Denken und Selbstverständnis auf’s engste zusammen.

„Please, hold the line!“ Ich komme auf den Punkt. Es sind eigentlich zwei Punkte, die weit auseinanderliegen: Babylon und Pfingsten. Beide Geschichten kennen Sie. Die von der Sprachverwirrung, die dem Vorhaben der Menschen mit Gott gleichzuziehen eine Grenze setzt. „Dass keiner des anderen Sprache verstehe“ [1. Mos 11,7], das hindert die Bauleute daran, ihren Turm tatsächlich bis in den Himmel hinaufzubauen. Und jetzt die Pfingstgeschichte, wie wir sie aus der Apostelgeschichte kennen.

Es ist der 50. Tag der Osterzeit. Die Anhänger Jesu versammeln sich in Jerusalem in einem Haus. Sie stehen noch unter dem Eindruck der jüngsten Ereignisse. Zuletzt hatten sie von ihrem Christus Abschied nehmen müssen. Der hatte ihnen verheißen, dass Gott seinen Geist senden werde, der sie mit IHM verbinden würde. Der würde mit ihnen sein und sie trösten, sie aufrichten, sie lehren, sie immer wieder zum Leben rufen, sie erfüllen, dass sie die Gemeinschaft mit ihrem Herrn und untereinander spürten. Das hatte gut geklungen. Aber wie das geschehen sollte, ja, ob es wirklich so sein würde, das stand in den Sternen. Nun saßen sie beieinander, hatten Türen und Fenster verriegelt, man wollte nicht auffallen, als es geschah. Die Apostelgeschichte erzählt:

Apg 2,1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. 2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

Wer und was auch immer zuvor ihre Köpfe, ihre Gespräche und den Raum erfüllt hatte, jetzt musste das alles weichen, denn ein anderer nahm Raum, Köpfe und Herzen in Anspruch. Ein Kehraus aller Sorgen und Mutmaßungen, Theorien und Klagen.

3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an

zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.

Die Szene hat viele Künstler inspiriert. Wirkmächtige Bilder entstanden. Manche werden sie vor Augen haben. Da passiert etwas, das ähnelt zumindest dem Geschehen, das die Pfingstgeschichte zu beschreiben sucht. Da kommt von außen ein Impuls und wirkt in uns Bilder, Gefühle, Worte und Gedanken. Mehr noch: Der Raum weitet sich. Mauern und Grenzen schwinden. Wir gehen aus uns heraus und sind beim andern. Das macht etwas mit uns. Es verwandelt uns. Wir sind jetzt mehr, als wir zuvor waren. Und offenbar ist das zu bemerken.

5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.

Das hatte es so noch nicht gegeben. Normalerweise nutzten diese Männer eine gemeinsame Verkehrssprache. Jetzt aber spricht jeder in seiner Muttersprache. Ein geradezu babylonisches Sprachgewirr wird laut. Muss das nicht zu Missverständnissen führen? So kennen wir es aus unserer Erfahrungswelt. Wenn Junge und Alte, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Vertreter verschiedener Parteien oder Interessengruppen, Gläubige und Ungläubige, aneinander vorbeireden, weil sie nicht mehr die gleiche Sprache sprechen. Das kann einen ratlos machen und in Sorge versetzen. Hier aber entspringt das Entsetzen, von dem die Rede ist, einem anderen Grund:

7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? 8 Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? 9 Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden. 12 Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?

Die Welt ist groß und weit. Die Nennung all dieser Sprachgruppen lässt das erahnen. Dieser großen und weiten Welt gilt die Botschaft, die Gott den Geist mitteilen lässt.

Was die einen erschreckt, lässt die anderen spotten. Sie haben eine naheliegende, vermutlich aus eigener Erfahrung genährte Erklärung parat.

13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.

Da erhebt sich Petrus. Er tritt auf wie der Sprecher der Jünger und erklärt den Zeugen des Ereignisses, was es damit auf sich hat. Er zitiert den Propheten Joel und die Ankündigung, dass Gott seinen Geist ausgießen will „in den letzten Tagen“ [Apg 2,17 / Joel 3,1]. Das Zitat ordnet ein. Einmal in die Geschichte des Volkes Israel. Den Propheten Joel kennt man da und auch seine Verheißung. Zum andern in die Heilsgeschichte, wie wir Christen dazu sagen: Jetzt sind die vom Propheten angekündigten „letzten Tage“ Gegenwart. Und jetzt geschieht, was damals verheißen wurde. Das ganze Bild ist ein Gegenbild, das Geschichte eine Gegengeschichte zu der von Babylon. Diese steht für die Entzweiung zwischen Gott und Menschen, die sein wollen wie Gott. Jene, die von Pfingsten, ermöglicht uns, den Weg mit Gott, den Jesus Christus eröffnet hat, fortzusetzen.

Ich meine, in den Wochen, in denen wir auf die Feier gemeinsamer Gottesdienste verzichtet haben, hätten wir gespürt, wie wir dennoch miteinander verbunden sind – durch den Geist. Und andererseits brannte unser Herz voll Sehnsucht nach der gelebten und sichtbaren Gemeinschaft, zu der wir berufen sind als Gemeinde und als Kirche Jesu Christi. Auf ganz unterschiedliche Weise, in den verschiedensten Sprachen hat uns Gott zugerufen: „Please, hold the line!“

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

135,1-4      Schmückt das Fest mit Maien

1) Schmückt das Fest mit Maien, / lasset Blumen streuen, / zündet Opfer an; / denn der Geist der Gnaden / hat sich eingeladen, / machet ihm die Bahn. / Nehmt ihn ein, / so wird sein Schein / euch mit Licht und Heil erfüllen / und den Kummer stillen.

2) Tröster der Betrübten, / Siegel der Geliebten, / Geist voll Rat und Tat, / starker Gottesfinger, / Friedensüberbringer, / Licht auf unserm Pfad: / gib uns Kraft und Lebenssaft, / lass uns deine teuren Gaben / zur Genüge laben.

3) Lass die Zungen brennen, / wenn wir Jesus nennen, / führ den Geist empor; / gib uns Kraft zu beten / und vor Gott zu treten, / sprich du selbst uns vor. / Gib uns Mut, / du höchstes Gut, / tröst uns kräftiglich von oben / bei der Feinde Toben.

4) Gib zu allen Dingen Wollen / und Vollbringen, / führ uns ein und aus; / wohn in unsrer Seele, / unser Herz erwähle / dir zum eignen Haus. / Wertes Pfand, / mach uns bekannt, / wie wir Jesus recht erkennen / und Gott Vater nennen.

Fürbittengebet

Herr, du hast durch das Geschenk des Heiligen Geistes diese Welt verändert und du willst sie weiter verändern. Du willst uns verändern. Vergib uns, dass wir so wenig mit der Kraft deines Heiligen Geistes rechnen. Immer wieder versuchen wir aus eigenen Anstrengungen heraus Veränderung zu erwirken und wundern uns, dass Vieles nicht gelingen will. Darum bitten wir dich, Herr, nimm uns mit deinem Geist in Beschlag wie du die ersten Christen auch in Beschlag genommen hast. Schenke uns Mut mit einem fröhlichen Herzen deinen Namen zu bekennen. Lass uns nicht verzweifeln, wenn wir das Gefühl haben, nicht gehört zu werden. Lass uns in Geduld deine Liebe bezeugen. Gib uns Kraft uns für die einzusetzen, die keine Stimme in dieser Welt haben. Wir bitten dich für die armen, kranken, die schwachen und benachteiligten Menschen. Schenke uns offene Augen und zupackende Hände, um für die da zu sein, die sie brauchen. Herr, lass uns die Kraft deines Geistes jeden Tag neu erfahren, in unseren Gemeinden wie in unserem persönlichen Leben. Erneuere in uns den Glauben, der sich getragen weiß und hilft zu tragen. Wir beten still.

Stilles Gebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

127,1.4      Jauchz, Erd, und Himmel, juble hell

1) Jauchz, Erd, und Himmel, juble hell, / die Wunder Gotts mit Freud erzähl, / die er heut hat begangen / an seim trostlosen Häuflein klein, / das saß in friedsamer Gemein / und betet mit Verlangen, / dass es mit Geist getaufet werd. / Der kam mit Feuers Glut zur Erd, / mit starkem Sturmestoben; / das Haus erfüllt er überall, / zerteilt man Zungen sah im Saal, / und all den Herren loben.

4) Komm, Feuer Gottes, Heilger Geist, / erfüll die Herzen allermeist / mit deiner Liebe Brennen. / Von dir allein muss sein gelehrt, / wer sich durch Buß zu Gott bekehrt; / gib himmlisches Erkennen. / Der fleischlich Mensch sich nicht versteht / auf göttlich Ding und irregeht; / in Wahrheit wollst uns leiten / und uns erinnern aller Lehr, / die uns gab Christus, unser Herr, / dass wir sein Reich ausbreiten.

Mitteilungen

Ab Pfingstmontag und bis auf weiteres feiern wir unsere Gottesdienste im Freien. Nach wie vor ist eine vorherige telefonische Anmeldung im Gemeindebüro notwendig. Wir freuen uns, wenn Sie die 40 Plätze im Freien belegen, und wir im Falle ungünstiger Witterung, aufgeteilt in zwei Gruppen à 20 Personen, im Saal feiern: Um 10 und um 11 h.

Please, hold the line! Und bleiben Sie gesund!

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen.                   

Amen, amen, amen.

Orgelnachspiel: Malcolm Archer (* 1952) – Festival Finale

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