Immer, wenn es mir schwerfällt, mit der Veränderlichkeit des Lebens zurecht zu kommen, suche ich Ruhe am Fluss. Am Ufer des Mains, hier bei Hattersheim,  betrachte ich, wie das Wasser stetig dahinfließt und stelle mir vor, wie viele Menschen über die Jahrhunderte vor mir schon hier gestanden und dem Fluss zugesehen haben. Das eigene Leben scheint mir dann nicht mehr so bedeutsam, es fügt sich ein in einen großen Kreislauf. Wenn dann noch ein Schwan auftaucht und mir Gesellschaft leistet, ist der Augenblick perfekt. 
Kerstin Klamroth