Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), Foto: depositphotos

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), auch Adventsstern, Christstern oder Poinsettie genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia). Weihnachtssterne sind aufgrund der auffälligen, intensiv gefärbten Hochblätter (Brakteen), die sternförmig angeordnet sind, beliebte Zimmerpflanzen. Oft werden die Hochblätter fälschlicherweise für Blütenhüllblätter gehalten.

Der Weihnachtsstern blüht als Wildpflanze in der winterlichen Trockenzeit, wenn er oft die meisten Laubblätter abgeworfen hat. Die Hauptblütezeit reicht von November bis Januar oder Februar. Je nach Standort blühen kultivierte ältere verzweigte Weihnachtssterne aber auch fast ganzjährig. Sie sind sogenannte Kurztagspflanzen, die nur dann Blüten ansetzen, wenn sie nicht mehr als 12 Stunden Lichteinfall erhalten. Das ist an Standorten unweit des Äquators ganzjährig der Fall. In Mitteleuropa wird in Gärtnereien etwa ab Oktober die Dunkelphase künstlich mit dunklen Folien auf mindestens 12 Stunden verlängert, so dass die Pflanzen pünktlich zur Adventszeit farbige Brakteen ausbilden. Durch Manipulation der Hell-/Dunkelphasen im Gewächshaus kann man Weihnachtssterne auch gut zu anderen Zeitpunkten zur Blüte bringen. Diese werden im Handel je nach Blütenbildung dann mit unterschiedlichen Namen wie Herbststern und Winterstern angeboten.

Die Hochblätter dienen zum Anlocken von Bestäubern. Welche Tierarten Weihnachtssterne im natürlichen Areal tatsächlich bestäuben, ist aber bis heute unbekannt geblieben. Durch Zucht ist eine große Vielfalt an Farben entstanden. Neben Rottönen gibt es auch lachsfarbene, panaschierte oder weiße (cremeweiß – nicht reinweiß). Andere Farben wie Blau sind dagegen künstlich und werden durch Besprühen mit pflanzenverträglichem Lack erzeugt, oder man streut auch noch etwas Glitter darüber.

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Weihnachtssterns liegt im Westen Mittelamerikas, von Sinaloa im nordwestlichen Mexiko bis in den Süden Guatemalas. Da die Pflanze auch schon vor Ankunft der Europäer als Zierpflanze kultiviert wurde, ist der Status einiger Vorkommen unklar. Wildvorkommen in Zentral-Mexiko und Guatemala existieren bis in Höhen von etwa 1000 Meter. Er wächst als Wildpflanze im Unterstand subtropischer Trockenwälder an steilen felsigen Hängen, oft am Rand kleiner Schluchten.

Auszüge aus wikipedia.org

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Ein Beitrag von Dorothea Lindenberg