Rogate – 17.05.2020

Text: Mt 6,7-13

Thema: Beten verbindet

Ev. Emmausgemeinde Eppstein

Pfarrer Moritz Mittag

Vorspiel

Begrüßung

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. [Ps 66,20]

166,1-4      Tut mir auf die schöne Pforte

1) Tut mir auf die schöne Pforte, / führt in Gottes Haus mich ein; /  ach wie wird an diesem Orte / meine Seele fröhlich sein! / Hier ist Gottes Angesicht, / hier ist lauter Trost und Licht.

2) Ich bin, Herr, zu dir gekommen, / komme du nun auch zu mir. / Wo du Wohnung hast genommen, / da ist lauter Himmel hier. / Zieh in meinem Herzen ein, / lass es deinen Tempel sein.

3) Lass in Furcht mich vor dich treten, / heilige du Leib und Geist, / dass mein Singen und mein Beten / ein gefällig Opfer heißt. / Heilige du Mund und Ohr, / zieh das Herze ganz empor.

Votum

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm 95

alle:

Kommt herzu, lasst uns dem Herrn frohlocken / und jauchzen dem Hort unseres Heils!

im Wechsel:

Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen / und mit Psalmen ihm jauchzen! // Denn der Herr ist ein großer Gott / und ein großer König über alle Götter. // Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, / und die Höhen der Berge sind auch sein. // Denn sein ist das Meer, und er hat’s gemacht, / und seine Hände haben das Trockene bereitet. // Kommt, lasst uns anbeten und knien / und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat. //           Denn er ist unser Gott, und wir das Volk / seiner Weide und Schafe seiner Hand.

alle:

Kommt herzu, lasst uns dem Herrn frohlocken / und jauchzen dem Hort unseres Heils!

Kommt, lasst uns anbeten!

Gloria patri

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Sündenbekenntnis

Wir haben viele Wünsche. Was uns fehlt, merken wir selten. Worum sollen wir bitten? Manche Gabe, manches Glück wird uns geschenkt. Wofür sollen wir danken? Wir beten mit vielen Worten und wissen doch oft nicht, was wir beten sollen. Vergib uns unsere Schuld! Herr, erbarme dich!

Kyrie

Herr, erbarme dich; Christe, erbarme dich; Herr, erbarm’ dich über uns!

Gnadenzuspruch

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

Lobsinget dem Herrn, erhebet seinen Namen!

Gloria

Ehre sei Gott in der Höhe, und auf Erden Fried’, den Menschen ein Wohlgefallen.

Salutatio

Der Herr sei mit euch! – Und mit deinem Geist.

Kollektengebet

Treuer Gott, du lädst uns ein mit dir zu reden. Was uns freut, was uns Kummer bereitet, alles können wir dir sagen. Wir finden oft keine Zeit für dich, weil Anderes wichtiger erscheint. Du aber gehst uns nach und suchst uns auf in unserer Unruhe. So können wir still werden vor dir. – Stille – Gott, berühre uns mit dem Geheimnis deiner Gegenwart. Amen.

Evangelium Joh 16,23b-28

23 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben. 24 Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei. 25 Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Zeit, dass ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. 26 An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will; 27 denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. 28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. – Halleluja

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, / den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels / und der Erde; / und an Jesus Christus, / seinen eingeborenen Sohn, / unseren Herrn. / Empfangen durch den Heiligen Geist, / geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, / gekreuzigt, gestorben und begraben, / hinabgestiegen in das Reich des Todes. / Am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel; / er sitzt zur Rechten Gottes, /des allmächtigen Vaters. / Von dort wird er kommen, / zu richten die Lebenden und die Toten. / Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige christliche Kirche, / Gemeinschaft der Heiligen, / Vergebung der Sünden, / Auferstehung der Toten / und das ewige Leben. Amen.

133,1.2.5.6.8      Zieh ein zu deinen Toren

1) Zieh ein zu deinen Toren, / sei meines Herzens Gast, / der du, da ich verloren, / mich neugeboren hast, / o hochgeliebter Geist / des Vaters und des Sohnes, / mit beiden gleichen Thrones, / mit beiden gleich gepreist.

2) Zieh ein, lass mich empfinden / und schmecken deine Kraft, / die Kraft, die uns von Sünden / Hilf und Errettung schafft. / Entsündge meinen Sinn, / dass ich mit reinem Geiste / dir Ehr und Dienste leiste, / die ich dir schuldig bin.

5) Du bist ein Geist, der lehret, / wie man recht beten soll; / dein Beten wird erhöret, / dein Singen klinget wohl. / Es steigt zum Himmel an, / es lässt nicht ab und dringet, / bis der die Hilfe bringet, / der allen helfen kann.

6) Du bist ein Geist der Freuden, / von Trauern hältst du nicht, / erleuchtest uns im Leiden / mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal / hast du mit süßen Worten / mir aufgetan die Pforten / zum güldnen Freudensaal.

8) Du, Herr, hast selbst in Händen / die ganze weite Welt, / kannst Menschenherzen wenden, / wie dir es wohlgefällt. / So gib doch deine Gnad / zu Fried und Liebesbanden, / verknüpf in allen Landen, / was sich getrennet hat.

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Die Tage schrieb einer auf Facebook: „Liebe Emmausgemeinde, könnt ihr bitte euren Spam in der Eppsteiner Gruppe ein wenig reduzieren. Nicht jeder möchte missioniert werden.“ Da hat er recht. Wir posten an fraglicher Stelle jeden Tag ein „Gebet zum Tage“. Das findet meist eine erstaunliche Beachtung – und hoffentlich nicht nur seitens derer, die sich darüber ärgern. Ich verstehe das als Angebot in einer besonderen Situation, die der Kontaktbeschränkungen und der Zeit ohne regelmäßiges Gottesdienstangebot. Wir sehen, dass diese Zeit dem Ende zu geht. Ab Pfingstmontag feiern wir wieder regelmäßig Gottesdienst, sei es im Freien oder, wenn es die Witterung erfordert, drinnen. Damit wird sich auch der Ort des öffentlichen Gebets wieder dahin verlagern, wo es üblicherweise hingehört in den Gottesdienst und ins Private.

Andererseits haben wir gemerkt und bei uns selbst gespürt, dass uns das Läuten zum Gebet gutgetan hat. Da wussten wir uns mit vielen anderen verbunden, vielleicht auch, dass andere für uns beten. „Beten verbindet!“ Wo sonst vielleicht die Grenzen geschlossen werden, die Türen ins Schloss fallen und die Einsamkeit einzieht, da überwindet das gemeinsame Gebet die Hindernisse und führt uns zueinander. Ja, „Beten verbindet!“

Wenn einer sagt, „Ich will nicht beten“, respektieren wir das. Häufig hört man aber auch solche Aussagen: „Ich kann nicht beten.“ „Ich weiß nicht wozu.“ „Ich weiß gar nicht zu wem.“ Sie gehen manch einem durch den Sinn. Und das beschäftigt mich jetzt: Das verstummte Gebet, der Beter, der am Sinn seines Gebets zweifelt, ja, der Beter, der sein Gegenüber verloren hat. Kaum zu glauben, aber das ist nichts Neues unter diesem Himmel.

Zu einem der Mönchsväter kam ein Bruder und erzählte ihm, er werde von Melancholie und Trauer gepeinigt. Außerdem, so gestand er, könne er nicht einmal mehr beten. Der Ältere sagte zu ihm: „Wenn du schon nicht beten kannst, dann geh in den Gottesdienst und höre zu, wie die anderen beten!“

Wozu soll das gut sein? Was soll ich da, wenn ich längst herausgefallen oder herausgegangen bin aus dem Gespräch mit Gott? Was kann der traurige Beter im Gottesdienst erfahren oder gar gewinnen? Vielleicht erlebt er, dass die Gemeinde das Gebet durchträgt – trotzdem – und dass er in diesem Gebet der Gemeinde Platz findet. Vielleicht wird er bemerken, dass es mehr und auch anderes zu sagen gibt, als er für sich dachte.  Und vielleicht wird er wieder beten lernen. Denn beten kann man lernen – ja, irgendwie muss man es lernen. Vorbilder, Beispiele helfen einem dabei, jemand, der es einem beibringt. Jesus war so einer. In der Bergpredigt unterrichtet er seine Jünger:

5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. 6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. 7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. 8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. 9 Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. 11 Unser tägliches Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

„Geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu.“ Ja, was jetzt? Doch nicht den Gottesdienst besuchen und in der Gemeinschaft beten oder beten lernen?

Jesus spricht zu seinen Jüngern und Anhängern. Es sind Leute, die sich auf’s Beten verstehen. Es gehört ganz selbstverständlich zu ihrem Alltag. Beten ist Routine geworden. Das hat eine ganz positive Seite, wer sollte etwas gegen gute Angewohnheiten haben? Die Routine kann aber auch zu Gedankenlosigkeit führen und aus dem Gebet ein Geplapper machen. Im öffentlichen Beten passiert es uns selbst, dass wir, weil wir alles richtig machen wollen und niemanden und nichts vergessen wollen, zu viele Worte machen. Dann beten wir „richtig“, aber nicht recht.

Jesus geht an den Kern. Da ist es wichtig, zu sich selbst zu kommen. Dazu mag das verschlossene Kämmerlein helfen und zu einer Unterbrechung alles Tuns und Wollens. Lass mal alles andere sein. Sei einfach da. Lass alles gehen, dann kann ER kommen.

Das ist wie atmen, wie geben und nehmen. Es tut gut –schon lange, bevor etwas Bestimmtes gedacht oder gesagt ist. Einfach sein.

Ist das nicht langweilig oder, unter dem Gesichtspunkt der Nützlichkeit betrachtet, vertane Zeit? Stattdessen könnte ich doch das Geld verdienen, das ich später dem Bettler geben könnte. Oder Tante Amalie anrufen, von der ich weiß, sie lebt einsam und freute sich. Oder, oder …

Aber dann lebe ich, als könnte ich ausatmen ohne wieder einzuatmen, als könnte ich geben ohne genommen zu haben. Wer das tut, wer das über einen langen Zeitraum von sich verlangt, wird das spüren. Die Leere. Den Verlust von Antrieb und Energie. „Ausgebrannt“ sagen wir dann.

Es ist wichtig, dass wir die Sprache der Seele zu sprechen und zu verstehen lernen. Genau da hat das Beten seinen Platz. Und Jesus sagt: Geh in deine Kammer! Leg das Smartphone zur Seite. Zieh dir die Stöpsel aus den Ohren. Mach den Bildschirm aus. Komm zur Ruhe und zu dir selbst.

Was passiert dann? Von wegen Langeweile! Du begegnest dir selbst. Auch wenn du normal und zufrieden lebst, kommen jetzt Gedanken und Erinnerungen auf dich zu, die dich ratlos und sprachlos machen. Wir haben sie sonst verdrängt. Du begegnest der Bruchstückhaftigkeit deines Lebens. Kann eine Beziehung, in der du lebst, jemals „ganz gelingen“? Kannst du einem Menschen, der dich braucht „ganz gerecht werden“? Du spürst deine Grenzen. Und zugleich merkst du, wie die Sehnsucht wächst, dass das alles befriedet, geheilt, im Guten aufgehoben sein möge.

Als Kind bin ich meinem Vater oder meiner Mutter auf den Schoß geklettert. Da war alles in Ordnung. Und jetzt? Jetzt bin ich erwachsen, selbständig und selbstverantwortlich.

Ich bin froh, dass ich gelernt habe „Vater“ zu sagen und dabei an den zu denken, der verborgen ist (im Himmel) und doch immer da. Zu diesem Vater soll ich beten, sagt Jesus. Was soll ich sagen?

Erst mal muss ich gar nichts sagen. Meine Erfahrung ist: Was gesagt werden muss, wird gesagt werden – von wem auch immer. Wenn du IHM etwas sagen willst, kannst du es ganz einfach tun. Einfache, klare Sätze.

Jesus formuliert sie. Es sind die Grundbedürfnisse des Menschen in ihnen enthalten und die Grundlagen gelingender Beziehung. Fundamente werden spürbar. Die Worte dafür liegen bereit. Wenn ich sie mitspreche, murmele oder denke, spüre ich, was mich trägt: Vater unser…

Dabei geschieht etwas, was einen auf den ersten Blick verwundern mag. Ausgerechnet in der Stille gelangt der Beter über sich hinaus. Er verlässt sich. Tritt in Beziehung. Spürt den, der er nicht ist. Und findet sich am Ende gewandelt vor. Wir haben unser „kleines Ich“ [C.G.Jung] verlassen. Das „Unser“ ist geboren. In der Stille der Kammer entdecken wir das Wir. Ausgerechnet da. So verwunderlich ist das andererseits auch wieder nicht: Denn das Verhältnis zu uns selbst, spricht mit bei der Gestaltung unserer Beziehungen zu anderen.

Sie rücken in den Blick. Mit ihnen das Ganze, die Welt außerhalb meiner Kammer. Ich sehe sie mit anderen Augen, so wie mich selbst auch, weil ich verstanden habe, dass ich von Gaben lebe: Brot und Vergebung nennt das Vaterunser. Ich brauche beides wie jeder andere auch. Wir Menschen brauchen Brot und Vergebung. Mehr noch: Erlösung sogar! Weil wir eben doch immer wieder mit unserem Latein am Ende sind. Weil wir es dann doch nicht schaffen, über unseren Schatten zu springen. Weil wir das Gute, das wir wollen, nicht zu vollbringen vermögen [vgl. Rm7,18].

Brot, Vergebung und Erlösung – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Gott. Ursprung und Ziel des Lebens. Jesus lehrt uns das Beten nicht um des Betens willen, sondern um des Lebens willen.

Es ist wichtig, dass wir auch in Gemeinschaft beten. Das hilft uns, wenn wir Hilfe brauchen zu beten. Das stärkt unsere Gemeinschaft, die dabei ihren Platz in der Welt einnimmt. Das weitet unser Herz und unsere Gemeinschaft, wenn wir anderer in der Fürbitte gedenken, denn es verbindet uns mit denen, für die wir beten. „Die Beter tragen die Welt“, sagt Johannes Schreiter. Rogate! Betet!

Und der Friede Gottes, der höher ist, als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

625,1-4      Wir strecken nach dir

1. Wir strecken uns nach dir, / in dir wohnt die Lebendigkeit. / Wir trauen uns zu dir, / in dir wohnt die Barmherzigkeit. / Du bist, wie du bist: / Schön sind deine Namen. / Halleluja. Amen. / Halleluja. Amen.

2. Wir öffnen uns vor dir, / in dir wohnt die Wahrhaftigkeit. / Wir freuen uns an dir, / in dir wohnt die Gerechtigkeit. / Du bist, wie du bist: / Schön sind deine Namen. / Halleluja. Amen. / Halleluja. Amen.

3. Wir halten uns bei dir, / in dir wohnt die Beständigkeit. / Wir sehnen uns nach dir, / in dir wohnt die Vollkommenheit. / Du bist, wie du bist: / Schön sind deine Namen. / Halleluja. Amen. / Halleluja. Amen.

Fürbittengebet von Klaus Vering

Allmächtiger Gott, wir kommen zu Dir mit unserem Gebet, damit Du zu uns kommst mit Deinem Segen. Wir bitten für alle, die krank sind an Leib und Seele, dass sie Hilfe finden, so wie sie es benötigen. Wir bitten für alle, die in Trauer stehen, dass sie Menschen an ihrer Seite haben, die ihnen Halt und Trost geben. Wir bitten für alle, die in ihrem Glauben an Dich ins Zweifeln gekommen sind, dass du ihnen Antworten auf ihre Fragen gibst. Wir bitten für unsere Kinder, dass sie gerade wachsen an Leib und Seele. Gib, dass Eltern ihre Familien als Orte der Geborgenheit und Sicherheit gestalten. Wir bitten für alle, die in ihren Berufen mit Kindern arbeiten: Lehrer, Erzieher, Pfarrer, Sozialarbeiter, lass sie Persönlichkeiten sein, die Vorbild sind und die zu echter Begegnung mit den Kindern den Mut haben. Wir beten still.

Stilles Gebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

501,1-4      Wie lieblich ist der Maien

1. Wie lieblich ist der Maien / aus lauter Gottesgüt, / des sich die Menschen freuen, / weil alles grünt und blüht. / Die Tier sieht man jetzt springen / mit Lust auf grüner Weid, / die Vöglein hört man singen, / die loben Gott mit Freud.

2. Herr, dir sei Lob und Ehre / für solche Gaben dein! / Die Blüt zur Frucht vermehre, / lass sie ersprießlich sein. / Es steht in deinen Händen, / dein Macht und Güt ist groß; / drum wollst du von uns wenden / Mehltau, Frost, Reif und Schloss.

3. Herr, lass die Sonne blinken / ins finstre Herze mein, / damit sich’s möge schicken, / fröhlich im Geist zu sein, / die größte Lust zu haben / allein an deinem Wort, / das mich am Kreuz kann laben / und weist des Himmels Pfort.

4. Mein Arbeit hilf vollbringen / zu Lob dem Namen dein / und lass mir wohl gelingen, / im Geist fruchtbar zu sein; / die Blümlein lass aufgehen / von Tugend mancherlei, / damit ich mög bestehen / und nicht verwerflich sei.

Mitteilungen

Unsere Welt kommt langsam wieder in Bewegung. Sehnsüchtig erwartete Schritte zur Öffnung folgen mitunter in ungeahntem Tempo. Gleichwohl kommt es dabei mehr denn je darauf an, durch kluges und umsichtiges Verhalten ein neuerliches Anschwellen der Infizierten-Zahlen zu vermeiden. Drum gilt es bei allem, was wir jetzt schon und bald noch mehr tun können, die Schutzmaßnahmen zu beherzigen: Abstand halten (1,5 m), Husten und Nießen in die Armbeuge, häufig die Hände waschen.

Heute, am Sonntag Rogate, bleiben wir noch einmal zu Hause. Erst am kommenden Donnerstag gibt es wieder einen Gottesdienst im Freien. Das soll nun vorerst die Regelform werden.

Da haben wir vierzig Plätze. Es braucht die vorherige telefonische Anmeldung im Büro (Mo-Fr von 9-12 Uhr – Tel. 06198-33770). Schon bei der Anmeldung wird vermerkt, zu welcher Uhrzeit Sie im Falle zu unsicherer Witterungsbedingungen kommen möchten.

Dann feiern wir nämlich zweimal im Saal. Hier können wir 20 Plätze anbieten, einmal um 10 Uhr und das zweite Mal um 11 Uhr.

Auf der Website – www.emmaus-bremthal.de – veröffentlichen wir am Nachmittag des Vortages in fraglichen Situationen unsere Entscheidung. Nach 16 Uhr sollte die drinstehen. Aber auch das wird uns den morgendlichen Blick aus dem Fenster nicht ersparen, dann werden wir sehen, was Sache ist.

Die nächsten Gottesdienste haben wir so geplant:

Himmelfahrt – 21.5.2020 – 10.45 h im Freien

Exaudi – 24.5.2020 – 10.45 h im Freien

Pfingstsonntag – 31.5.2020 – bei youtube

Ab Pfingstmontag – 1.6.2020 – wird der Gottesdienst in der Regel um 10.45 h im Freien gefeiert. Bei ungünstiger Witterungslage um 10 Uhr und um 11 Uhr innen.

Da wir den Innenraum auch beim Gottesdienst lüften, empfiehlt sich zum Beispiel die Mitnahme eines Jäckchens oder eines Schals, um der Zugluft zu begegnen.

Draußen spricht einiges für Sonnenbrille und Kopfbedeckung.

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen.

Amen, amen, amen.

Orgelnachspiel

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