Karfreitag

Thema: Die Ohnmacht überwinden

Ev. Emmausgemeinde Eppstein

Pfarrer Moritz Mittag

Orgelvorspiel

Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem – Selig sind, die da Leid tragen

Begrüßung

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. [Joh 3,16]

EG 85,1.6.9        O Haupt voll Blut und Wunden

1) O Haupt voll Blut und Wunden, / voll Schmerz und voller Hohn, / o Haupt, zum Spott gebunden / mit einer Dornenkron, o Haupt, / sonst schön gezieret / mit höchster Ehr und Zier, / jetzt aber hoch schimpfieret: / gegrüßet seist du mir!

2) Du edles Angesichte, / davor sonst schrickt und scheut / das große Weltgewichte: / wie bist du so bespeit, / wie bist du so erbleichet! / Wer hat dein Augenlicht, / dem sonst kein Licht nicht gleichet, / so schändlich zugericht‘?

3) Die Farbe deiner Wangen, / der roten Lippen Pracht / ist hin und ganz vergangen, / des blassen Todes Macht, / hat alles hingenommen, / hat alles hingerafft, / und daher bist du kommen / von deines Leibes Kraft.

4) Nun, was du, Herr, erduldet, / ist alles meine Last; / ich hab es selbst verschuldet, / was du getragen hast. / Schau her, hier steh ich Armer, / der Zorn verdienet hat. / Gib mir, o mein Erbarmer, / den Anblick deiner Gnad.

8) Wenn ich einmal soll scheiden, / so scheide nicht von mir, / wenn ich den Tod soll leiden, / so tritt du dann herfür; / wenn mir am allerbängsten / wird um das Herze sein, / so  reiß mich aus den Ängsten / kraft deiner Angst und Pein.

Votum

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm 22 – EG 709

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe. Du aber bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels. Unsere Väter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen heraus. Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden. Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer. Aber du, Herr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen!

Kommt, lasst uns anbeten!

Gloria patri

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Sündenbekenntnis

Ich bitte dich, Herr: Mach ein Ende aller Unrast, Meinen Willen lasse ich dir. Ich glaube nicht mehr, dass ich selbst verantworten kann, was ich tue und was durch mich geschieht. Führe du mich und zeige mir deinen Willen. Meine Gedanken lasse ich dir. Ich glaube nicht mehr, dass ich so klug bin, mich selbst zu verstehen, dieses ganze Leben oder die Menschen. Lehre mich deine Gedanken denken. Meine Pläne lasse ich dir. Ich glaube nicht mehr, dass mein Leben seinen Sinn findet in dem, was ich erreiche von meinen Plänen. Ich vertraue mich deinem Plan an, denn du kennst mich. Ich bitte dich: Herr, erbarme dich!

Kyrie

Herr, erbarme dich; Christe, erbarme dich; Herr, erbarm’ dich über uns!

Gnadenzuspruch

Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. [Mal 3,20]

Lobsinget dem Herrn, erhebet seinen Namen!

Gloria

Ehre sei Gott in der Höhe, und auf Erden Fried’, den Menschen ein Wohlgefallen.

Salutatio

Der Herr sei mit euch! – Und mit deinem Geist.

Kollektengebet

Mein Gott, wie viel Leiden: Krankheit, Tod, Trauer, Einsam-keit, enttäuschte Liebe, Hunger, Unterdrückung, Krieg und Katastrophen. Oft schaue ich weg, weil ich es nicht ertrage. Ich danke dir, dass du mir Hoffnung gibst durch den Tod und die Auferstehung deines Sohnes. Er ist das Licht, das die Finsternis vertreibt, der Friede in allem Streit, das Leben mitten im Sterben, auch für mich. Amen.

Evangelium – Joh 19,16-30

(16) Da überantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde. Sie nahmen ihn aber, (17) und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf hebräisch Golgatha. (18) Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. (19) Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der König der Juden. (20) Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. (21) Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern, dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. (22) Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. (23) Als aber die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch das Gewand. Das war aber ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück. (24) Da sprachen sie untereinander: Lasst uns das nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt (Psalm 22,19): »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.« Das taten die Soldaten. (25) Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. (26) Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebhatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! (27) Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. (28) Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. (29) Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und steckten ihn auf ein Ysoprohr und hielten es ihm an den Mund. (30) Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und neigte das Haupt und verschied.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Amen.

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde; und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn. Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes. Am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

83,1+4 Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld

1) Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld / der Welt und ihrer Kinder; / es geht und büßet in Geduld / die Sünden aller Sünder; / es geht dahin, wird matt und krank, / ergibt sich auf die Würgebank, / entsaget allen Freuden, / es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, / Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod / und spricht: »Ich will’s gern leiden.«

4) Mein Lebetage will ich dich / aus meinem Sinn nicht lassen, / dich will ich stets, gleich wie du mich, / mit Liebesarmen fassen. / Du sollst sein meines Herzens Licht, / und wenn mein Herz in Stücke bricht, / sollst du mein Herze bleiben; / ich will mich dir, mein höchster Ruhm, / hiermit zu deinem Eigentum / beständiglich verschreiben.

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Und schließlich setzen sie ihm noch eine Krone auf. Es ist ein Kranz (lat. corona) geflochten aus Dornenzweigen. Sie sind Leute, die es gewöhnt sind zu gehorchen. Die Befehlskette verläuft von oben nach unten. Vielleicht genießen sie es, jetzt einmal „über“ zu sein. Über dem anderen und noch dazu über einem, den manche als „Messias“, König, bezeichnet hatten. Macht, ausgeübte, durchgesetzte, auch brutale Macht, das hätte sie beeindrucken können. Der Mann, der jetzt vor ihnen steht, und das alles über sich ergehen lässt, nicht. König geht anders, das steht für sie fest. Er ist ein „Looser“, ein Verlierer. Nachher trägt er das Kreuz, an dem er sterben soll, selbst zur Stadt hinaus. Kein böses Wort, kein Fluch, kein Winseln um Gnade kommt über seine Lippen. Wie ein Schaf lässt er sich zur Schlachtbank führen. Am Kreuz sind es nur wenige Worte, die sie von ihm hören können. Es ist kein Schlachtruf darunter. Am Ende stirbt er. Das sehen sie und das verstehen sie. Danach wenden sich wieder ihrem Geschäft zu. Und dazu gehört, den Moment, da es einen selbst trifft, möglichst weit hinauszuzögern.

Wozu jetzt noch, wir schreiben das Jahr 2020, von dieser Geschichte reden? Was kann uns dieser Mann mit der Dornenkrone sagen?

Spätestens ab dem Moment im Garten Gethsemane, als er diesen Satz sagt: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst“ [Mt 26,39] kommt er uns in unserer jetzigen Situation sehr nahe. Ob wir das so formulieren würden, ob wir den gleichen Adressaten hätten – dieses Du, das sei mal dahingestellt.

Aber was uns allen nicht erspart geblieben ist, ist der Abstieg von einer weitestgehenden Selbstbestimmung. Oder wollten wir freiwillig auf unsere üblichen Kontakte verzichten? Auf Treffpunkte, bewährte Arbeitsformen, Ausflüge, Reisen, Feste, Feiern, persönliche Begegnungen …? Gut, wir konnten eine Zeit lang dagegen ankämpfen. Am Ende mussten wir klein beigeben. Wollten wir die Gottesdienste absagen und uns mit mehr oder weniger zufriedenstellenden Ersatzlösungen abgeben? Wollten wir darauf verzichten, unsere Einkäufe selbst zu machen? Wollten wir Einnahmen fahren lassen oder in die Kurzarbeit gehen? Nein, das wollten und wollen wir nicht! „Es ist, wie es ist“, sagt mein Freund Peter in solchen Fällen, und hat dabei schon auf die Spur Jesu eingelenkt: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

Und unsere Pläne! Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen aussieht, mein Jahr 2020 ist, oder soll ich sagen war, verplant. Mein Bewusstsein dafür, dass das etwas Anmaßendes hat, so weit zu planen, so viel zu wollen, war dabei durchaus wach geblieben. Aber sind das nicht die Zwänge unseres Vor-Corona-Alltags? Muss man nicht als Brautpaar Monate voraus das Lokal reservieren? Und als Urlauber „in spe“ (in Hoffnung) die Ferienwohnung oder das Hotel vorausbuchen? Mal abgesehen davon, dass wir selbst so viel woll(t)en: Da eine Hochzeit, hier die Konfirmation, Opas 80. Geburtstag, der Kurzurlaub am Gardasee, das Konzert in Hamburg… Und jetzt ist das alles für die Katz. Wirklich?

Wir machen wesentliche Erfahrungen. Bisher konnten wir uns davon freimachen. Geld half dabei und know how. Sie wissen schon: „Nichts ist unmöglich… !“

Aber derzeit erleben wir einen weitgehenden Verlust der Gestaltungshoheit. Nicht wir geben vor, wie die Wirklichkeit wird, sondern wir vollziehen nach, was uns von ihr vorgegeben wird. Ein Herrschaftswechsel! Er verlangt uns den Kontrollverzicht ab und zwingt uns zu Kontingenzerfahrungen. „Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.“ [Wilhelm Busch]

Gerade mal drei Monate ist es her, da sangen wir noch ganz im Gewohnheits-Modus: „Dem alle Engel dienen, / wird nun ein Kind und Knecht. / Gott selber ist erschienen / zur Sühne für sein Recht.“ [Jochen Klepper, EG16,2] Hat es jemand bemerkt? Da haben wir es wieder. „Nicht wie ich will…“ Das macht sich Gott selbst zu eigen in Jesus Christus und kommt uns gerade darin nahe. Denn er geht in dieses Leben, das wir (jetzt noch besser) kennen, als Kind und Knecht. Also verletzlich und unterworfen.

Was das mit uns zu tun hat? Es verdeutlicht etwas an uns, was uns in unserer Selbstwahrnehmung weitgehend abhandengekommen war: Wir sind nicht die Bestimmer, die wir gerne wären. Wir sind selbst Kind und Knecht. An den Grenzen unseres Lebens können wir das bemerken, bei der Geburt und beim Sterben.

Dabei machen wir uns bewusst, dass die meisten von uns die Corona-Krise weit entfernt von ihrem Epizentrum erleben. Das finden wir in den überfüllten Intensivstationen, beim übermüdeten medizinischen Personal. Das finden wir aber auch bei denen, die als Obdachlose oder Flüchtlinge keinen Ort haben, an den sie sich jetzt zurückziehen könnten. Und wir finden es bei denen, die aufgrund ihrer ganz persönlichen gesundheitlichen Lage dazu gezwungen sind, über Wochen auf persönliche Kontakte zu verzichten, und sogar in häusliche Quarantäne gezwungen werden. Es sind die Menschen in den Pflegeeinrichtungen, in den Krankenhäusern oder auch den Haftanstalten. Wir haben sie im Sinn, wenn wir jetzt auf Jesus sehen, der sein Kreuz trägt bis zu dem Ort, an dem es aufgerichtet wird. Hier findet er sein Ende. Auch er spürt die Verlassenheit, die auch unsere sein könnte, wenn er ruft: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ [Mt 27,46]

Da wird es ganz still in mir und auch in der Gemeinde. Wenn selbst ER solche Verzweiflung spürt. Aber will ich das? Dass Jesus verzweifelt und Angst spürt? Eigentlich nicht. Er soll doch mein Retter sein. Stark und unbesiegbar. Und dann stirbt er auch noch. Mit den Augen der Zeugen sehen wir dabei zu. Es ist furchtbar. Andere sterben zu sehen, es ist immer wieder und auch in diesen Tagen schier unerträglich. Es erschüttert uns. Vielleicht auch weil es uns  Zerbrechlichkeit und Endlichkeit des Lebens vor Augen führt – auch unseres eigenen Lebens.

Aber jetzt wissen wir, Gott weicht dem nicht aus. In Jesus Christus geht er den Weg bis zum Tod. Auch darin ist er an unserer Seite. Aber nicht nur um mit uns zu sterben, sondern, um dem Tod zu begegnen und zu zeigen, dass er Herr ist über „Tote und Lebende“ [vgl. Röm 14,9].

Das macht er nicht erst am Ende. Dem Tod begegnet er mit Zuwendung und Liebe, wenn er heilt, hilft und rettet. Wir kennen die Geschichten, die davon erzählen. So wird der Tod überwunden. Durch Zuwendung und Liebe. Das ist auch heute so. Zuwendung und Liebe überwinden die Ohnmacht, das Gefühl ausgeliefert zu sein, nichts mehr tun zu können.

Darum erzählen wir die Geschichte des Jesus von Nazareth. In ihr spiegelt sich unser Leben von der Wiege bis zur Bahre. Und nicht nur das. Die Geschichte vom Gekreuzigten geht weiter. Sie zeigt, wohin Gottes Liebe uns führen will. Aus dem Kreuz wächst unsere Hoffnung, dass uns ein neues Leben blüht. Nicht selbstgemacht, sondern gottgewollt.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem – Ihr habt nun Traurigkeit – Regula Mühlemann, Sopran

Fürbittengebet

Stilles Gebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

97,1-6          Holz auf Jesu Schulter

1. Holz auf Jesu Schulter, / von der Welt verflucht, / ward zum Baum des Lebens / und bringt gute Frucht. / Kyrie eleison, / sieh, wohin wir gehen. / Ruf uns aus den Toten, / lass uns auferstehn.

2. Wollen wir Gott bitten, / dass auf unsrer Fahrt / Friede unsre Herzen / und die Welt bewahrt. / Kyrie eleison, / sieh, wohin wir gehen. / Ruf uns aus den Toten, / lass uns auferstehn.

3. Denn die Erde klagt uns / an bei Tag und Nacht. / Doch der Himmel sagt uns: / Alles ist vollbracht! / Kyrie eleison, / sieh, wohin wir gehen. / Ruf uns aus den Toten, / lass uns auferstehn.

4. Wollen wir Gott loben, / leben aus dem Licht. / Streng ist seine Güte, / gnädig sein Gericht. / Kyrie eleison, / sieh, wohin wir gehen. / Ruf uns aus den Toten, / lass uns auferstehn.

5. Denn die Erde jagt uns / auf den Abgrund zu. / Doch der Himmel fragt uns: / Warum zweifelst du? / Kyrie eleison, / sieh, wohin wir gehen. / Ruf uns aus den Toten, / lass uns auferstehn.

6. Hart auf deiner Schulter / lag das Kreuz, o Herr, / ward zum Baum des Lebens, / ist von Früchten schwer. / Kyrie eleison, / sieh, wohin wir gehen. / Ruf uns aus den Toten / lass uns auferstehn.

Mitteilungen

An den kommenden Feiertagen müssen wir wieder auf die Gottesdienste verzichten. Keine Osternacht der Jugend, keine lange Nacht und kleinen Augen, kein Osterfeuer, nicht die gemeinsam gelebte Osterfreude im Osterruf, nicht das Gewahr-Werden des neuen Tages im Ostergottesdienst, kein Rauch, der in den Augen beißt, keine hübsch gefärbten Ostereier, kein gemeinsames Frühstück…

Und am Montag werden wir nicht nur den Gottesdienst vermissen, sondern auch die Osterwanderung der Stiftung – und das bei dem Wetter!

Aber wir werden alle irgendwie Ostern feiern. Wie auch immer. Dabei denken wir aneinander. Und vielleicht kann ja der eine oder andere Ostergruß auf der Website nachgelesen werden oder er ergibt sich beim Osterspaziergang mit Abstand.

Am Ostersonntag folgt der nächste Videoclip auf der Website. Am Ostermontag finden Sie dort wieder die schriftliche Version mit Musik zum häuslichen Gebrauch.

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen.

Amen, amen, amen.

Schlussmusik

Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem. Selig sind die Toten, die in dem Herren sterben – Monteverdi Choir – Orchestre Revolutionnaire et Romantique – John Eliot Gardiner