Jubilate

Text: 2. Tim 1,7

Thema: Wir lassen uns nicht unterkriegen

Ev. Emmausgemeinde Eppstein

Pfarrer Moritz Mittag

Vorspiel

Begrüßung

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. [2. Kor 5,17]

Der Vers aus dem 2. Brief an die Korinther gehört unbedingt zu meinen liebsten Bibelworten. Dabei fasziniert mich der Gedanke des „In-Christus-Seins“. Keine Angst, ich verfolge keine spiritistischen Vorstellungen! Dieses „In-Christus-sein“ nimmt Form und Gestalt an im Glauben und in der Gemeinschaft der Gläubigen. Das kann was. Mehr jedenfalls als Du und ich allein. Das verändert uns, stellt uns und unser Leben auf eine neue Grundlage.

Zugleich baut dieser Vers eine Brücke. Die verbindet das Zuvor, das Alte, mit dem Danach, dem Neuen. Beide sind grundverschieden. Wir aber, die wir „in Christus sind“, kommen aus dem Alten und sind doch Teil des Neuen. Und das alles geschieht im Jetzt. Wenn das mal keine Vorlage ist für uns als Zeitzeugen einer epochalen Krise, die die Welt verändert!

455,1-3      Morgenlicht leuchtet

1) Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang. / Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt./ Dank für die Lieder, Dank für den Morgen, / Dank für das Wort, dem beides entspringt.

2) Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet. / So lag auf erstem Gras erster Tau. / Dank für die Spuren Gottes im Garten, / grünende Frische, vollkommnes Blau.

3) Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen, / Glanz, der zu mir aus Eden aufbricht! / Dank überschwenglich, Dank Gott am Morgen! / Wiedererschaffen grüßt uns sein Licht!

Votum

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm 66

alle: Jauchzet Gott, alle Lande! / Lobsinget zur Ehre seines Namens; / rühmet ihn herrlich!

im Wechsel: Alles Land bete dich an und lobsinge dir, / lobsinge deinem Namen. / Kommt her und sehet an die Werke Gottes, / der so wunderbar ist in seinem Tun an den

Menschenkindern. / Er verwandelte das Meer in trockenes Land, / sie konnten zu Fuß durch den Strom gehen. / Lobet, ihr Völker, unsern Gott, / lasst seinen Ruhm weit erschallen, / der unsere Seelen am Leben erhält / und lässt unsere Füße nicht gleiten.

alle: Jauchzet Gott, alle Lande! / Lobsinget zur Ehre seines Namens; / rühmet ihn herrlich!

(Kommt, lasst uns anbeten!)

Gloria patri

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Sündenbekenntnis

Wie oft habe ich „ich“ gesagt und vor allem an mich gedacht! Wie oft habe ich andere dabei übersehen, wie oft waren sie mir gleichgültig! Wie oft war ich der anderen überdrüssig! Sie gingen mir einfach auf den Wecker. „Lasst mich doch in Ruhe!“ habe ich dann gedacht. Wie oft habe ich gedankenlos und als selbstverständlich meine Freiheiten in Anspruch genommen und die Zuwendung anderer nur konsumiert! Wie oft bin ich anderen die Resonanz schuldig geblieben, wenn sie mich fragten, suchten und ansprachen! Jetzt habe ich verstanden, dass mir all das fehlt, was mir sonst gleichgültig war. Ich möchte das nicht wieder vergessen. Herr, erbarme dich!

Kyrie

Herr, erbarme dich; Christe, erbarme dich; Herr, erbarm’ dich über uns!

Gnadenzuspruch

Siehe um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe, denn du wirfst all mein Versagen hinter dich zurück. [Jer 38,17]

Lobsinget dem Herrn, erhebet seinen Namen!

Gloria

Ehre sei Gott in der Höhe, und auf Erden Fried’, den Menschen ein Wohlgefallen.

Salutatio

Der Herr sei mit euch! – Und mit deinem Geist.

Kollektengebet

Gott, meine Zuversicht, man sagt, jede Krise trage ihre Chancen in sich. Lass uns danach suchen. Hilf uns finden, was uns und Deiner Schöpfung guttut. Gib uns die Kraft zur Veränderung, die Liebe, darin behutsam und rücksichtsvoll vorzugehen und die Besonnenheit, die es versteht, kritisch zu fragen, abzuwägen und überlegt zu handeln. Darum bitten wir Dich durch unseren Herrn und Bruder Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Evangelium Joh 15,1-8

15,1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. 2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. 3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. 8 Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. – Halleluja

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde; und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn. Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes. Am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

EG 383 Ich steh vor dir mit leeren Händen

1. Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr, / fremd wie dein Name sind mir deine Wege. / Seit Menschen leben, rufen sie zu Gott; / mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen? / Bist du der Gott, der Zukunft uns verheißt? / Ich möchte glauben, / komm du mir entgegen.

2. Von Zweifeln ist mein Leben übermannt, / mein Unvermögen hält mich ganz gefangen. / Hast du mit Namen mich in deine Hand, / in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben? / Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land? / Wird ich dich noch mit neuen Augen sehen?

3. Sprich du das Wort, das tröstet und befreit / und das mich führt in deinen großen Frieden. / Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt, / und lass mich unter deinen Kindern leben. / Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst. / Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Sollte heute nicht Konfirmation sein? Der eine Gottesdienst um 9.30 h, der andere um 11.00 h. Ja, so sollte das sein, bis Corona um die Ecke kam. Das kündigte sich länger an und war dann plötzlich da.

Es hieß: Am Montag keine Schule. Das Leben aller veränderte sich von einem Tag auf den anderen. „Kontaktbeschränkung“ war das Stichwort und „Zuhause bleiben“. Am Anfang hatte das durchaus angenehme Seiten: Ausschlafen, Computerspielen, chatten, twittern, mailen was das Zeug hielt. Kein Konfi und keine Schule! Später kam das „home-schooling“ – tolle Bezeichnung! – und bedeutete, Aufgaben erledigen, die einem Lehrer auf elektronischem Wege nach Hause schickten. „Das iss so viel!“ war zu hören, aber das kennt man ja. Bestimmt war das für manche ganz schön schwierig, ohne Anleitung, ohne Unterrichtsgespräch und ohne jemanden, der darauf achtete, ob ich mitkomme, den Heim-Unterricht zu bewältigen. Oder, das mag’s auch gegeben haben, es stand einem ständig ein Elternteil auf den Füßen, das sich neben dem „home-office“ – very international! – noch als pädagogische Hilfskraft betätigte.

Bald war auch klar, dass kein Instagram, kein Whatsapp, keine Plattform dieser Welt, den Schulhof, Sportplatz, Klassenraum, Gemeindezentrum, Schulbus, S-Bahn-Abteil oder all die anderen Treffpunkte ersetzen konnte. Den Besuch bei den Großeltern, die große Kaffeetafel, einfach mal rausgehen und sich mit anderen treffen, das ging einem mehr und mehr ab. Stattdessen musste ein Vorhaben, ein Plan, ein Projekt nach dem anderen abgesagt oder wenigstens verschoben werden, wer weiß bis wann?!

Gegen die jugendliche Unbeschwertheit setzten die Erwachsenen ihre Warnrufe. Die kamen auch von ganz oben. Um Leben und Tod gehe es. Die Bilder aus Italien und Frankreich unterstrichen das. Wir haben verstanden: Die Lage ist ernst. Wir sehen auf die täglichen Corona-Zahlen und ziehen unsere Schlüsse daraus, wie wir das sonst als Hobby-Metereologen bei der Wettervorhersage praktizieren. Inzwischen sind die Begleitgeräusche zur Pandemie lauter geworden. Die Wirtschaft ächzt und stöhnt. Das fängt beim Italiener um die Ecke an und reicht bis zum Luftfahrt-Drehkreuz Rhein-Main, wo sich auf der letzten verbliebenen Start- und Landebahn nahezu nichts tut. Der Börsenverlauf, massenhafte Kurzarbeit, Verlust des Arbeitsplatzes, die Insolvenz von Unternehmen und Privatpersonen erobern die Nachrichtenplätze. Zu den vielen Konsequenzen der Krise gehören auch eine Menge Unsicherheiten für den Schul-, Universitäts- und Ausbildungsbetrieb. Wo wird das enden? fragen wir uns und sind uns bei alledem einig: So etwas gab es noch nie! Und irgendwo nistete in jedem von uns auch die Furcht, ob wie sie nun „Respekt vor“ nannten oder auch „Angst“. Und jetzt kommt Paulus und sagt im 2. Brief an Timotheus: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ [2. Tim 1,7].

Klar, Furcht und Angst sind keine guten Ratgeber. Sie taugen allenfalls zur Warnung in der unmittelbaren Gefahrenlage. Zu ihren Begleiterscheinungen gehört das Lähmende ebenso wie der Rückzug. Damit ist für die Zukunft aber nichts zu gewinnen. Und jetzt? Jetzt lernen wir die „Normalität mit dem Virus“ kennen. Wir können und wollen ja nicht aufhören zu leben – wir leben jetzt halt mit dem Virus auf dem Soziussitz. Wir lassen uns nicht unterkriegen.

Da fragen wir uns: Wie kriegen wir die Kurve? Wie soll das Schiff unseres Gemeinwesens wieder Kurs auf die Zukunft nehmen?

In den großen Wartesaal der Republik kommt Bewegung. Die fängt im Kopf an. Also hören wir nochmal auf Paulus, wenn er sagt: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ [2. Tim 1,7].

Er sagt uns damit, Ihr habt den Geist der Kraft. Der kommt nicht aus Euch. Der kommt von ganz woanders her. Er kommt von Gott. Den habt Ihr an der Seite und durch den Geist in Euch. Kraft gibt er Euch. Die braucht Ihr, denn es wird anstrengend werden für uns alle, wenn wir in eine Normalität zurückkehren wollen, deren Grundlagen nicht mehr die sind, die wir kennen. Wir brauchen Kraft, um uns wieder herauszuarbeiten aus der Lähmung, dem Stillstand, dem Dahingehen des Gewohnten. Da sind die Jungen ganz besonders gefragt. Es ist gut, wenn sie nicht warten, bis die Lösung von woanders herkommt. Wenn sie selbst kreativ und tätig werden, neue und andere Wege bahnen und beschreiten als die, die wir bislang gegangen sind.

Es braucht Eure Lust am Leben, Eure Begeisterung für innovative Technik und neue Formen gesellschaftlichen Miteinanders. Ich hoffe, Ihr werdet Euch einmischen in die Debatten über Prioritäten und Weltgestaltung. Ich hoffe, Ihr werdet die Ärmel hochkrempeln und loslegen, etwas schaffen, etwas erreichen, statt zu lamentieren, dass die geliebten Spielwiesen der Vergangenheit gesperrt sind. Dazu zählten die Egotrips, koste es, was es wolle. Der Raubbau an den Ressourcen. Überbordender Konsum nicht nur von Dingen, sondern auch von geistiger Ersatznahrung. Eine nicht hinterfragte und weitgehende Reduktion des Lebens auf den Spaßfaktor. Dafür haben wir die Kraft, die uns gegeben ist, nicht bekommen. Es gibt lohnendere Ziele: Die eine Welt mit ihren so unterschiedlichen Lebensbedingungen und den dadurch hervorgerufenen Migrationsströmen, die bedrohten oder gänzlich negierten Menschenrechte, die Unterstützung von Entwicklungen, die Mensch und Natur guttun – um nur einige zu nennen!

Aber alles fängt bei uns und unserem persönlichen Verhalten an. In der Krise habt Ihr bestimmt bemerkt, was für Euch und andere Menschen wichtig ist: Die persönliche Begegnung. Die Aufmerksamkeit dem anderen gegenüber. Das Einfühlungsvermögen. Die Hilfsbereitschaft. Das Einstehen füreinander. Die Rücksicht. Die Bereitschaft zu geben. Ja, wir haben das bemerkt, wir haben es genossen und geübt. Paulus sagt: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ [2. Tim 1,7].

All das – mit Paulus fasse ich es unter dem Begriff der „Liebe“ zusammen – stand vor Corona nicht unbedingt hoch im Kurs. Und die, die sich in ihrem Beruf täglich dafür einsetzen, genossen keine angemessene Anerkennung der Gesellschaft. An den Gehältern kann man das recht gut ablesen. Aber jetzt: Wer pflegt? Wer rettet? Wer sorgt und besorgt und entsorgt? Wer heilt? Wer tröstet? Das sind in aller Regel nicht die Heroen der bunten Werbewelt, die Stars und Sternchen, die Spitzenverdiener des internationalen Sports. Nein, es sind PflegerInnen, Rettungskräfte, das medizinische Personal, die Leute, die uns die Regale auffüllen und an der Kasse sitzen, die unsere Mülltonnen leeren, und ja, auch unsere Politikerinnen und Politiker. Kurz, die das Land am Laufen halten. Sie sind es. Man hat manche davon jüngst gerne zu „Helden“ erklärt. Das hat die Titel-Dekorateure noch nie viel gekostet, nur manchen Titelträger das Leben.

Apropos, darauf zu achten – auf das Leben – bei uns selbst und in Fürsorge für die anderen, das ist eine Aufgabe, der wir uns alle stellen müssen. So eng, wie es mit uns allen auf der Welt geworden ist. Auch bei der Übertragung des Virus spielt das eine herausragende Rolle. Wer Abstand halten soll, muss dazu auch den Platz haben. Das ist eine äußere Voraussetzung, die beispielsweise in den Slums, Favelas und Townships nicht gegeben ist. Aber es gibt auch eine innere Voraussetzung. Wo ich die angesprochen sehe? Ihr ahnt es schon: In diesem Vers aus dem 2. Brief an Timotheus: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ [2. Tim 1,7].

Das heißt für mich, nicht einfach wild drauflos. Ohne Konzept, ohne Beratung und Abwägung, und geklärte Grundsatzfragen. Ich sehe uns dafür jetzt besser gerüstet als vor der Corona-Krise. Wie in einem riesigen Labor konnten wir einzelne Aspekte unseres Lebens reflektieren. Sei es, weil sie uns auf Zeit abhandengekommen sind. Die uneingeschränkte Freizügigkeit zum Beispiel, Versammlungsfreiheit, das Europa ohne Grenzen, das durch Lehre oder Arbeit strukturierte Leben, die Bereicherung durch ein öffentliches kulturelles Leben mit Konzerten, Museen, Festivals und Ausstellungen, das Bedürfnis, ja die Notwendigkeit eines tiefen und wirksamen Rückhalts. Es soll nicht wenige geben, die die Gottesdienste vermisst haben.

Sei es, weil einzelne Aspekte unseres Lebens uns in der Krise neu geschenkt und bewusst gemacht wurden: Muße, Ruhe, Innerlichkeit anstelle von Äußerlichkeit, die Bedeutung läutender Glocken, Familien- und Freundschaftsbande, das Bewusstsein von der Zerbrechlichkeit und der Wert des Lebens, um nur einige zu nennen.

All das werden wir doch hoffentlich beim Aufbruch aus der Krise in eine Zeit danach mitnehmen, gewichten und einsetzen. Gott hat uns dafür gut ausgerüstet: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ [2. Tim 1,7].

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

621,1-3      Ins Wasser fällt ein Stein

1. Ins Wasser fällt ein Stein, / ganz heimlich, still und leise; / und ist er noch so klein, / er zieht doch weite Kreise. / Wo Gottes große Liebe / in einen Menschen fällt, / da wirkt sie fort / in Tat und Wort / hinaus in uns’re Welt.

2. Ein Funke, kaum zu seh’n, / entfacht doch helle Flammen; / und die im Dunkeln steh’n, / die ruft der Schein zusammen. / Wo Gottes große Liebe / in einem Menschen brennt, / da wird die Welt / vom Licht erhellt; / da bleibt nichts, / was uns trennt.

3. Nimm Gottes Liebe an. / Du brauchst dich nicht allein zu müh’n, / denn seine Liebe kann / in deinem Leben Kreise zieh’n. / Und füllt sie erst dein Leben, / und setzt sie dich in Brand, / gehst du hinaus, / teilst Liebe aus, / denn Gott füllt dir die Hand.

Fürbittengebet

Lieber Gott, uns geht es gut. Hab‘ Dank dafür!

Wir beten für die Kinder, deren Zuhause kein Ort ist, an dem sie Zuflucht, Unterstützung und Liebe finden. Lass sie spüren, das andere sich um sie sorgen und kümmern.

Wir beten für die Jugendlichen, die den Ansprüchen, die an sie gestellt werden, nicht gerecht werden können. Lass sie Mut und Zuversicht schöpfen, weil Du sie so liebst, wie sie sind.

Wir beten für die Kinder und Jugendlichen, die ohne ihre Eltern ganz allein den Weg der Flucht angetreten haben. Hilf Ihnen durch diese schwere Zeit und lass sie ihre Eltern und Familien wiederfinden.

Wir beten für alle, die jetzt in Prüfungen sind oder sie vor sich haben. Hilf Ihnen, dass sie sich gut vorbereiten können und sich dann selbstbewusst und klug bewähren.

Wir beten für die Kinder und Jugendlichen, die durch Krankheit, Behinderung oder andere Gründe oft das Nachsehen haben. Lass sie spüren, dass Du an ihrer Seite bist und Deine Engel sendest.

Wir beten still.

Stilles Gebet

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

181.7         Jubilate Deo

Mitteilungen

Heute bitte ich Sie um Unterstützung für die gemeindliche Jugendarbeit. Wenn Sie mögen, überweisen Sie bitte etwas auf unser Konto mit der IBAN DE03 5019 0000 4101 9263 76

In den nächsten Tagen werden wir entscheiden, wie es in Kürze mit den Gottesdiensten weitergehen wird. Sie erfahren das über den Kontaktbrief, (falls Sie den noch nicht bekommen, aber gerne auch lesen würden, melden Sie sich bitte) oder auch auf der Website (www.emmaus-bremthal.de) unter „Aktuelle Informationen“.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche und freue mich auf’s Wiedersehen! Adieu!

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen.

Amen, amen, amen.

Orgelnachspiel

https://www.youtube.com/watch?v=_T7SlDA5Xbs

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