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Förderverein

Wissen Sie, …

… dass es einen Förderverein Ev. Gemeindezentrum Emmaus Bremthal e. V. gibt?
Wen oder was fördert er und welche Aufgabe hat er? – Er ist ein kräftiges finanzielles Standbein der Gemeinde und für die Unterhaltung, besser: den Unterhalt des GZ Emmaus mitverantwortlich.

Mitgliederzahl: 117
Mitgliedsbeitrag: (mindestens) 20 € pro Jahr
Beitrittserklärungen sind im Gemeindebüro erhältlich.

Spendenkonto: Frankfurter Volksbank eG
BLZ 501 900 00, Kto.-Nr. 4101 920 297

1. Vorsitzende:
Ute Udluft
Feldbergblick 13
65817 Eppstein
Telefon: 500115

Aus dem EmmausBlick Frühjahr 2011:

Eine etwas andere Mitgliederversammlung gönnte sich der Förderverein in diesem Jahr. Der Vorstand hatte sich die Aufgabe gestellt, das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden. Das gelang, weil einige für kleine Leckereien gesorgt hatten und Suvi Mauer den Ritt der Paragraphen mit Klaviermusik von Sibelius und Brahms höchst erfreulich zu unterbrechen wusste. Zudem waren die Nachrichten gut: mehr Mitglieder, viel erreicht (Glocken, Hausmeisterstelle), vernünftige Pläne (Verbesserung der Ökobilanz des Gemeindezentrums). Am meisten Freude hatten die Anwesenden aber an der Begegnung und dem Gedanken- und Erinnerungsaustausch. Dabei half natürlich der Film von Dieter Udluft, der den Bau des Gemeindezentrums dokumentierte vom Spätherbst 1995 bis zur Einweihung am 1. Mai 1997.

Moritz Mittag


Aus dem EmmausBlick Winter 2010/2011:

Förderverein richtet Hausmeisterstelle ein
Das Vorhaben, einen Hausmeister für das Gemeindezentrum einzustellen, ist in die Jahre gekommen. Jetzt endlich kommt es zur Realisierung. Dabei übernimmt der Förderverein Ev. Gemeindezentrum Emmaus Bremthal e.V. die Einrichtung und Ausstattung der Stelle.

Für den Alltag im Gemeindezentrum bedeutet das eine enorme Entlastung. Endlich gibt es eine Antwort auf die Frage: Wer befestigt die locker gewordene Steckdose? Wer kümmert sich um die Grundreinigung der Stuhlbezüge? Wer kehrt das Laub? Wer schiebt Schnee? Wer stellt die Stühle oder räumt die Tische weg?

Aber selbst wenn diese Fragen durch den Hausmeister beantwortet sein werden, bleibt für alle andern noch genug zu tun. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ryszard Kruk und stellen ihn gerne im nächsten Emmausblick vor.

Pfr. Moritz Mittag

akt Fensterputzen GZ 300x238 FördervereinFür guten Durchblick in Emmaus sorgt im Frühjahr und im Herbst Fa. Kammler aus Vockenhausen. Finanziert wird die Reinigung vom Förderverein.


Aus dem EmmausBlick Herbst 2010:

Neues aus dem Förderverein
Ganz unkompliziert und sehr effektiv arbeitet der Förderverein mit dem langen Namen: Förderverein Ev. Gemeindezentrum Emmaus Bremthal e.V.

Kurze Entscheidungswege erlauben rasche und zielgerichtete Entscheidungen. Das ist so seit seiner Gründung im April 1988. Seine Erfolgsbilanz kann sich buchstäblich sehen lassen: Das Gemeindezentrum, Schreiterfenster und Altartor, Orgel, Flügel, Küchenausstattung und zuletzt der Glockenträger.

Was viele nicht wissen, der Förderverein hat in seiner Zielsetzung auch den Unterhalt des Hauses im Blick. Deshalb finanziert er die zweimal im Jahr stattfindende Reinigung der Glasflächen und ein zurzeit stattfindendes Praktikum in Sachen Hauspflege.

Hier liegt eine wichtige Zielsetzung für die kommenden Jahre: Die Einrichtung einer dauerhaften Hausmeisterstelle mit 20 Stunden im Monat.

Die Verbesserung der Öko-Bilanz unseres Hauses wird ebenso auf der Tagesordnung stehen wie der Generationswechsel im Verein und verschiedene Beiträge für das Zusammenleben in der Gemeinde. Was das heißt, kann jeder erleben, wenn er den Basar am Samstag, den 27. November besucht – am besten, um gleich mitzumachen.

Im Frühjahr ist eine „Schreiter-Tour“ geplant, ein Ausflug zu Glaskunstfenstern von Prof. Johannes Schreiter. Da Wellington oder Perth, London oder Douai, aber auch Lübeck oder Ulm etwas weit entfernt sind, halten wir uns an Beispiele aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Alle, die gerne ins Gemeindezentrum kommen, es nutzen und darum erhalten sehen wollen, werden dem Grundgedanken des Fördervereins zustimmen: Es ist unser Haus und unsere Verantwortung.

Pfr. Moritz Mittag


Aus dem EmmausBlick Herbst 2009:

Süßer die Glocken nie klingen
Förderverein auf Entdeckungsreise

Fest gemauert in der Erden
Steht die Form, aus Lehm gebrannt.
Heute muss die Glocke werden.
Frisch Gesellen, seid zur Hand.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: die Glocken von Emmaus werden läuten. Die Gemeinde freut sich darauf.

Der Förderverein hatte anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums eingeladen zu einer »Glockenfahrt« in den Westerwald zur Glockengießerei Rincker in Sinn. Dort sollen die Glocken für Emmaus gegossen werden.

Wer Schillers »Lied von der Glocke« kennt, hat ungefähr eine Ahnung, worum es geht. Die meisten Formarbeiten werden auch heute noch so durchgeführt. Das ist Kunst, Leidenschaft, viel Arbeit und Erfahrung. Und die bangen Fragen am Ende stellen sich immer wieder: Ist das Werk gelungen? Nicht zersprungen? Klingt es gut?

Der Meister aus Sinn führte die zwanzig Interessierten in seine Werkstätte, eine große »Scheune« mit angebauten Hallen, Nischen und Ecken. Tonformen, Lehmsteine, mit Zweigen und Stroh gefüllte Kübel verbanden sich mit dem lehmigen Grundton an Decke, Boden und Wand. Es roch nach gebrannter Erde, nach vermoderndem Holz, nach verglühtem Feuer. Erinnerungen an frühere Zeiten, als wir Kinder durch Großvaters Scheune stöberten, drängten sich auf. Wer wäre hier nicht gerne Meister?!

glocken form FördervereinDoch wie entstehen unsere Glocken?
Der Glockengießer benötigt zur Herstellung einer Glocke drei Formen, die nur als Gerüst dienen.

Die erste Form ist der Kern, der aus Lehmsteinen und verschiedenen Lehmschichten gemauert und mit Asche überzogen wird, die das Anbacken der dann folgenden Form verhindert.

Die zweite Form ist die »falsche« Glocke, sie hat die Funktion eines Modells. Jede Form muss über einem Gasbrenner ausgetrocknet werden, bevor die nächste folgt. Und das braucht Zeit.

Die getrocknete »falsche« Glocke wird mit der gewünschten Zierde oder der Inschrift aus Wachs belegt und über die Kernform (erste Form) gestülpt.

Die dritte Form ist der Mantel. Er wird feucht auf die »falsche« Glocke gestrichen, in ihm drücken sich auch die Verzierungen und Inschriften ab. Sie treten dann auf der fertigen Glocke plastisch hervor.

Mit einem Feuer im hohlen Kern wird die Form im Ganzen ausgebrannt. Ist sie trocken, wird der Mantel abgehoben und die falsche Glocke zerschlagen. Danach wird er wieder aufgesetzt. Zwischen Kern und Mantel ist nun ein Hohlraum entstanden.

Nun wird die die Glockenform in die Grube gestellt, mit Erde verfüllt und verdichtet, damit sie den beim Gießen entstehenden Druck aushält. Auch die geformte Glockenkrone wird aufgesetzt.

Über Rinnen und Kanäle wird die auf 1100 Grad erhitzte flüssige Bronze durch das Gussloch in die Form geleitet. Der Guss erfolgt immer freitags um 15 Uhr, der Sterbestunde Jesu.

Nach vielen Wochen wird die Form aus der Erde genommen. Das ist ein spannender Moment. Der Abkühlvorgang ist entscheidend. Ist er zu schnell, kann die Glocke zerspringen.

Nun zerbrecht mir das Gebäude,
Seine Absicht hat’s erfüllt,           
Dass sich Herz und Auge weide   
An dem wohlgelung’nen Bild.
Schwingt den Hammer, schwingt,
Bis der Mantel springt,
Wenn die Glock’ soll auferstehen
Muss die Form in Stücken gehen.


Die Glocke ist freigelegt! Sie wird poliert und erhält auch für das Ohr den letzten Schliff.
Die Glocke ist fertig und wartet auf ihren ersten Schlag!

glocken alicia Förderverein

Schön war der Tag im August. Ein herzliches Dankeschön an den Förderverein für die
Einladung zu seinem 20-jährigen Bestehen.

Anita Simon


Aus dem EmmausBlick Frühjahr 2008:

20 Jahre Förderverein – und immer weiter
Es war in der Phase der intensiven Diskussion und der Planung des Gemeindehauses Emmaus, als der Förderverein gegründet wurde. Die ursprünglichen Aufgaben, Bau und Einrichtung finanziell zu unterstützen, galt nur in der erweiterten Entstehungsphase; Jahre später wurde die Satzung dahingehend verändert, dass die Fördermittel für die Erhaltung und den Betrieb des Gemeindezentrums Verwendung finden sollen.

Wir reden immer wieder und sehr intensiv – zu Recht – über Ökumene. Im För-derverein wurde sie in der Tat umgesetzt. Katholiken und Protestanten zählen zu den Mitgliedern, 88 an der Zahl – mit langsam steigender Tendenz.

Natürlich hätte die Einnahme durch die Mitgliedsbeiträge nicht gereicht, um die erforderliche finanzielle Unterstützung zu gewährleisten. Unendlich dankbar sind wir der Gruppe Sticktreff, die uns durch die Einnahmen vom Weihnachtsbasar große Geldbeträge überweisen konnte. In den letzten Jahren konnten so über 130.000 € an die Emmausgemeinde abgegeben werden.

Das Geld fand Verwendung in der Gestaltung des Altarraumes, der Finanzierung des Schreiterfensters, der Anschaffung der Orgel und des Flügels. Frauen und Männer können endlich der immensen Fähigkeit entsprechen, im Kochkurs mit dem neuen Herd arbeiten. Gelder zur Aufarbeitung des Fuß-bodens, zur Reinigung der Fenster und zur Pflege der Außenanlage wurden und werden bereitgestellt. Wir haben also sehr viel den fleißigen Händen der Damen des Sticktreff und den großzügigen Spenden der Mitglieder zu verdanken.

Besonders freuen wir uns, ein kleines basisnahes Stück Ökumene zu leben. Nur gemeinsam sind wir stark, um die große Aufgabe der »allgemeinen christlichen Kirche«
erfüllen zu können.

Dr. Friedhelm Fischer